Kündigung in der Probezeit

Ein Arbeitsverhältnis kann in der Probezeit jederzeit von beiden Parteien gekündigt werden. Es ist lediglich eine Frist von zwei Wochen einzuhalten – § 622 Abs. 3 BGB. Zudem ist zu beachten, dass die Kündigung den Arbeitnehmer nicht diskriminiert der sonst in seinen Persönlichkeitsrechten verletzt. Eine Abgrenzung ist dabei aber schwer zu treffen.

Das Arbeitsgericht Köln – 4 Ca 10458/09 – hat in einem Urteil vom  25.03.2010 eine Kündigung eines Arbeitnehmers wegen Schweißgeruchs und einem ungepflegten Erscheinungsbild für wirksam gehalten. Das Arbeitsgericht hat dabei die subjektive Einschätzung des Vorgesetzten sowie die schlechte Außenwirkung in den Vordergrund gestellt.

In einem anderen Fall hat das Arbeitsgericht Saarlouis im Urteil vom 28.05.2013 – 1 Ca 375/12 – vertreten, dass eine Kündigung in der Probezeit wegen eines Geruchs nach Zigarettenrauch nicht wirksam sei. Das Arbeitsgericht hat hier drauf abgestellt, dass die Kündigung treuwidrig sei, da sie ohne ein vorheriges Gespräch mit der Mitarbeiterin erfolgt sei. Sie habe dieser damit nicht die Möglichkeit gegeben ihr Verhalten zu ändern.

Die beiden Urteile zeigen die ganze Bandbreite der Rechtsprechung, die sehr uneinheitlich ist.

 

 

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Ein Trackback

  • Von kuendigungarbeitsvertrag.org am 8. August 2013 um 14:55 Uhr veröffentlicht

    Arbeitsvertrag kündigen…

    Rechtsanwalt Felsmann hat zur Kündigung in der Probezeit einen sehr aufschlussreichen Artikel veröffentlicht, der auch auf das Urteil des Arbeitsgerichts Köln eingeht….